200 Klassiker der Weltliteratur

Nachfolgende Liste beinhaltet ca. 200 Titel der Weltliteratur. Sie stellt einen Querschnitt dar aus den Sparten Lyrik, Epik, Theater, literarische Essays. Sie sind der Übersicht halber in eine (lockere) zeitliche Ordnung gebracht.

Der Begriff „Weltliteratur“ stellt natürlich in mehrfacher Hinsicht ein Konstrukt dar. Dabei sollte im Bewußtsein behalten werden, daß:

1. es sich dabei vorwiegend um Werke europäisch-amerikanischer Provenienz handelt; alte asiatische Kulturnationen wie China, Indien und Japan stehen dabei bereits außen vor, ganz zu schweigen von afrikanischen Werken;

2. eine weitere Beschränkung dadurch entsteht, daß wiederum nur die traditionell „größeren“ Kulturnationen (USA, England, Frankreich, Deutschland, Rußland, Spanien und Lateinamerika, Italien, Skandinavien) echte Berücksichtigung erfahren; ein Klassiker der isländischen oder rumänischen Literatur tut sich schwer, Übersetzungen in diese Sprachen zu bekommen und ist daher kaum anzutreffen;

3. ein weiterer Schwerpunkt, wenn mit einem deutschsprachigen Publikum zu rechnen ist, natürlich auf der deutschsprachigen Literatur liegt; alle drei Einschränkungen haben zu tun mit Nabelschau sowie Selbstzentrierung unserer Kulturanschauung und werden trotz Globalisierungspipapo allzu rasch auch nicht zu überkommen sein;

4. neuere Werke sich erst noch als „Klassiker“ behaupten müssen und daher weniger vertreten sind als Werke mit zeitlichem Abstand zum heutigen Tage (Was macht denn eigentlich einen Klassiker zum Klassiker? Jahrelang konstant bleibende euphorische Rezensionen und gute Verkaufszahlen? Rasche Übersetzung in möglichst viele Sprachen? Eingang in die Werke möglichst vieler KollegInnen? Womöglich ein Nobelpreis, eine meist ausschließlich politisch-diplomatische Entscheidung?);

5. immer subjektiv bleiben wird, was Geschmack und Geschmäcker zur Disposition stellen, und wenn auch noch so viele berufene Münder dasselbe Urteil sprechen: es wird nicht objektiver; und schon gar nicht objektiv!

Die Bibel (Auswahl); Homer: Ilias, Odyssee; Aischylos: Agamemnon; Sophokles: Antigone, König Ödipus; Euripides: Die Troerinnen; Aristophanes: Die Frösche; Vergil: Aeneis; Horaz: Oden; Ovid: Metamorphosen; Petronius: Satyricon; Geschichten aus 1001 Nacht (Sindbad, Ali Baba); Hafis: Diwan; Das Nibelungenlied; Chaucer: The Canterbury Tales; Dante: Die Göttliche Komödie; Petrarca: Sonette; Boccaccio: Decamerone; Tasso: Das befreite Jerusalem; Ariost: Der rasende Roland; Cervantes: Don Quijote; Villon: Balladen; Rabelais: Gargantua und Pantagruel; Grimmelshausen: Simplicissimus; Montaigne: Essays; van den Vondel: Luzifer; Calderón: Das Leben ist ein Traum; Shakespeare: Hamlet, Romeo und Julia, Macbeth; Morus: Utopia; Milton: Das verlorene Paradies; Racine: Phädra; Pierre Corneille: Der Cid; Molière: Tartuffe; Defoe: Robinson Crusoe; Swift: Gullivers Reisen; Sterne: Tristram Shandy; Fielding: Tom Jones; Voltaire: Candide; Rousseau: Émile; Diderot: Rameaus Neffe; Choderlos de Laclos: Gefährliche Liebschaften; Goldoni: Diener zweier Herren; Lessing: Nathan der Weise; Klopstock: Oden; Wieland: Agathon; Goethe: Lyrik, Die Leiden des jungen Werther, Faust I; Schiller: Die Räuber, Maria Stuart, Wilhelm Tell; Herder: Über den Ursprung der Sprache; Hölderlin: Lyrik, Hyperion; Gotthelf: Die schwarze Spinne; Young: Nachtgedanken; Jean Paul: Titan; Kleist: Der zerbrochene Krug, Novellen; Brentano: Lyrik; Novalis: Lyrik; Eichendorff: Aus dem Leben eines Taugenichts; E.T.A. Hoffmann: Lebensansichten des Katers Murr; Mörike: Mozart auf der Reise nach Prag; Lord Byron: Manfred, Childe Harolds Pilgerreise; Shelley: Lyrik; Scott: Ivanhoe; Andersen: Märchen; Poe: Erzählungen; Melville: Moby Dick; Hugo: Notre Dame de Paris; Stendhal: Rot und Schwarz; Balzac: ein Roman aus der „Comédie Humaine“; Flaubert: Madame Bovary; Dickens: David Copperfield; Austen: Emma; Emily Brontë: Sturmhöhen; Zola: Germinal; Heine: Lyrik, Deutschland, ein Wintermärchen; Büchner: Woyzeck; Keller: Der grüne Heinrich; Fontane: Effi Briest; Storm: Der Schimmelreiter; Stifter: Der Nachsommer; Thackeray: Jahrmarkt der Eitelkeit; Thoreau: Walden; Whitman: Lyrik; Hauptmann: Die Weber; Schnitzler: Lieutenant Gustl; Wedekind: Frühlings Erwachen; Gide: Die Schule der Frauen; Hesse: Der Steppenwolf, Das Glasperlenspiel; Shaw: Pygmalion; T.S.Eliot: Das wüste Land; Baudelaire: Die Blumen des Bösen; Mallarmé: Lyrik; Verlaine: Lyrik; Rimbaud: Lyrik; Maupassant: Novellen; Proust: ein Roman aus „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“; Puschkin: Pique Dame; Gogol: Die toten Seelen; Turgenjew: Väter und Söhne; Dostojewski: Schuld und Sühne (Verbrechen und Strafe); Gontscharow: Oblomow; Tolstoi: Anna Karenina; Tschechow: Der Kirschgarten; Twain: Tom Sawyer; Ibsen: Nora; Strindberg: Traumspiel; Joyce: Ulysses; Woolf: Orlando; Faulkner: Schall und Wahn; London: Lockruf des Goldes; Carroll: Alice im Wunderland; Conrad: Lord Jim; Kipling: Die Dschungelbücher; George: Lyrik; Rilke: Lyrik, Malte Laurids Brigge; Hofmannsthal: Jedermann; Kaiser: Von Morgens bis Mitternachts; Musil: Die Verwirrungen des Zöglings Törleß;Trakl: Lyrik; Benn: Lyrik; Blok: Lyrik; Achmatowa: Lyrik; Mandelstam: Lyrik; Majakowski: Lyrik; Pasternak: Doktor Schiwago; Hasek: Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk; Kafka: Der Prozeß, Die Verwandlung; Thomas Mann: Buddenbrooks, Der Zauberberg; Heinrich Mann: Der Untertan; Klaus Mann: Mephisto; Zuckmayer: Des Teufels General; Döblin: Berlin Alexanderplatz; Roth: Radetzkymarsch; Horváth: Geschichten aus dem Wiener Wald; Stefan Zweig: Schachnovelle; Cocteau: Orpheus; Saint-Exupéry: Der kleine Prinz; Orwell: 1984, Die Farm der Tiere; Aldous Huxley: Schöne neue Welt; Steinbeck: Von Mäusen und Menschen; Fitzgerald: Der große Gatsby; Stein: Lyrik; Hemingway: Der alte Mann und das Meer; D.H. Lawrence: Lady Chatterleys Liebhaber; Borges: Erzählungen; Giraudoux: Der trojanische Krieg findet nicht statt; Lion Feuchtwanger: Die Geschwister Oppermann; Céline: Reise ans Ende der Nacht; García Lorca: Bernarda Albas Haus; Bulgakow: Der Meister und Margarita; Pirandello: Sechs Personen suchen einen Autor; Seghers: Das siebte Kreuz; Brecht: Die Dreigroschenoper, Mutter Courage; Borchert: Draußen vor der Tür; Böll: Ansichten eines Clowns; Grass: Die Blechtrommel; Schmidt: Die Gelehrtenrepublik; Martin Walser: Ein fliehendes Pferd; Dürrenmatt: Die Physiker, Der Besuch der alten Dame; Frisch: Andorra, Stiller; Lenz: Deutschstunde; Bachmann: Lyrik; Celan: Lyrik; Peter Weiss: Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats; Andersch: Sansibar; Johnson: Mutmaßungen über Jakob; Canetti: Die Blendung; Wolf: Kassandra; Sartre: Die Fliegen; Camus: Die Pest; Moravia: Die Gleichgültigkeit (La noia); Henry Miller: ein Roman; Calvino: ein Roman; Golding: Der Herr der Fliegen; Bellow: ein Roman; Salinger: Der Fänger im Roggen; Bukowski: Kurzgeschichten; García Márquez: Hundert Jahre Einsamkeit; Neruda: Lyrik; Beckett: Warten auf Godot, Endspiel; O´Neill: Eines langen Tages Reise in die Nacht; Williams: Die Glasmenagerie; Arthur Miller: Tod eines Handlungsreisenden; Pinter: Der Hausmeister; Ionesco: Die Nashörner; Solschenizyn: Der Archipel Gulag; Nabokov: Lolita; Pynchon: Die Versteigerung von No. 49; Heiner Müller: Germania Tod in Berlin; Enzensberger: Lyrik; Dorst: ein Theaterstück; Jurek Becker: Jakob der Lügner; Handke: Die Angst des Tormanns beim Elfmeter; Thomas Bernhard: ein Roman; Aitmatow: Dshamilja; Kundera: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins; Rushdie: Die satanischen Verse; Rosendorfer: Briefe in die chinesische Vergangenheit; Botho Strauß: Die Zeit und das Zimmer; Süskind: Das Parfum

Natürlich gibt es diese Lektüreliste auch als TXT-Datei zum Offline-Lesen.

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